Antworten auf häufige Fragen zu Jugendreisen

Die aktuelle Fernsehreportage über Jugendreisen kann Fragen und Unsicherheiten auslösen.
Deshalb möchten wir transparent einordnen, wie Betreuung, Sicherheit und Qualität bei GO Jugendreisen geregelt sind. Hier finden Sie klare Antworten auf die wichtigen Fragen.

 Wie ist eine GO Reise betreut?

Kinder und Jugendliche sind das Wertvollste, was Eltern uns anvertrauen. Unser Schutzkonzept passen wir deshalb jedes Jahr an die Erfahrungen aus der Praxis an.
Über den Teams vor Ort stehen erfahrene Camp- und Destinationsleitungen, an jedem Abend ist eine Führungskraft verantwortlich. Für den Ernstfall gibt es feste Handlungspläne und ein Krisenteam, unterstützt von unserer Beauftragten für Kinder- und Jugendschutz und beraten von externen Fachstellen.
Unsere Zentrale ist während der gesamten Reise rund um die Uhr über eine Notfallnummer erreichbar. Vor der Abreise geben Sie uns Gesundheitsangaben und Ihre Notfallkontakte. Bei Krankheit oder Verletzung informieren wir Sie.
Wie gut das funktioniert, prüfen wir nicht selbst. Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen hat unsere Standards im November 2025 zum fünften Mal zertifiziert, mit 150 von 150 Punkten. Diesen Wert hat kein anderer Veranstalter von Jugendreisen erzielt.

 Welche Regeln gelten bei uns für Alkohol?

Für uns hat es oberste Priorität, dass Jugendliche sich und anderen durch Alkohol keinen Schaden zufügen. Unter 16 gibt es auf unseren Reisen keinen Alkohol. Das rote Bändchen macht das für alle sichtbar: Teamer und Barpersonal sehen auf einen Blick, wer was darf. Clubs und Bars kennen das Bändchensystem und unsere Regeln.
Ab 16 sind Bier, Wein und Sekt in Maßen erlaubt, Hochprozentiges für Minderjährige nie. Unsere Teamer sind geschult, einzuschätzen, wann es genug ist. Beim Feiern sind immer genug Teamer dabei, um den Konsum im Blick zu behalten, und an jedem Abend sind festgelegte Teamer vollständig nüchtern. Wo jüngere und ältere Teilnehmende gemeinsam unterwegs sind, dürfen die Älteren nicht vor den Jüngeren trinken.
Wer nur trinken will, ist bei uns falsch. Verstöße haben Folgen: Verwarnung, schriftliche Abmahnung und ein Gespräch mit Ihnen als Eltern. Bei Alkoholmissbrauch gibt es keine Toleranz.

 Wie läuft ein Abend ab, an dem eine Diskothek besucht wird?

Diskotheken besuchen bei uns nur Teilnehmende ab 16. Ausnahme sind unsere eigenen, geschlossenen Partys, zu denen auch Jüngere mitkommen dürfen, mit Bändchen und in Begleitung unserer Teamer.
Pro Abend gibt es nur eine Diskothek, damit unsere Teamer den Überblick behalten. Sie sind auf der Tanzfläche und vor der Tür, und an jedem Abend ist eine Führungskraft verantwortlich.
Zu jeder vollen Stunde bringt ein Rückgehdienst Teilnehmende zurück, mit Anwesenheitsliste. Niemand geht allein zurück.

 Was passiert, wenn es meinem Kind schlecht geht oder etwas vorfällt?

Unsere Vorgabe ist eindeutig: Geht es einem Gast gesundheitlich schlecht, verständigen unsere Teamer unmittelbar den Rettungsdienst. Teamer leisten Erste Hilfe, eine medizinische Versorgung ersetzen sie nicht. Es sind immer Teamer mit aktuellem Erste-Hilfe-Schein vor Ort, die Notrufnummern haben sie griffbereit. An jedem Abend sind zusätzlich mehrere Führungskräfte und die Destinationsleitung für die Gesundheit der Teilnehmenden verantwortlich.
Für schwerwiegende Fälle, etwa bei Verdacht auf K.-o.-Tropfen oder einen Übergriff, gelten feste Abläufe. Jeder Verdacht wird ernst genommen und dokumentiert. Bei Verdacht auf K.-o.-Tropfen setzen unsere Teams vor Ort Schnelltests ein, eine ärztliche Abklärung ersetzen sie nicht. Der Teamer holt sofort die Campleitung dazu, die den Fall über die Krisennummer an unsere Zentrale meldet, nachts über die Notfallnummer. Dann übernimmt unser Krisenteam. Es klärt, ob ärztliche Hilfe nötig ist, holt sich Rat bei einer externen Fachberatungsstelle und unterstützt das Team vor Ort.
Unsere Zentrale übernimmt den Kontakt zu Ihnen als Eltern, zur Polizei und wenn nötig zum Jugendamt. Mit ermittelnden Behörden arbeiten wir so eng wie möglich zusammen.
Bei Drogen, Gewalt, Übergriffen oder Alkoholmissbrauch gibt es bei uns keine Toleranz. Das gilt für Gäste wie für Mitarbeitende.

 Wer betreut mein Kind, und wie sind diese Menschen ausgebildet?

Unsere Teamer sind in den allermeisten Fällen älter als 19. Wo Teilnehmende ab 16 unterwegs sind, sind sie mindestens 20. Jüngere Teamer ab 18 setzen wir in unseren Kids Camps ein, also dort, wo die Teilnehmenden selbst jünger sind.
Vor dem ersten Einsatz besuchen neue Teamer in der Regel ein viertägiges Grundlagenseminar, das pädagogische Fachkräfte leiten. Themen sind unter anderem Jugendschutz, Gruppendynamik und der Umgang mit Nähe und Distanz bis hin zu sexualisierter Gewalt. Für medizinische Notfälle ist zu jedem Zeitpunkt ein Teamer mit Erste-Hilfe-Schein vor Ort. Wer einmal kurzfristig einspringt, wird online geschult und kommt vor Ort unter Anleitung erfahrener Führungskräfte zum Einsatz, die zum Teil seit mehr als zehn Jahren bei uns sind.
Wer bei uns mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, legt ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis ohne Eintragung vor und unterschreibt einen Ehrenkodex, mit dem er sich schriftlich auf unsere Schutzregeln verpflichtet.

 Ist jede Jugendreise eine Partyreise?

Nein. Rund 10 Prozent unserer Teilnehmenden buchen eine Partyreise. Alle anderen fahren auf eine betreute Kinder- oder Jugendreise, mit Gemeinschaft, Sport, Strand, Ausflügen und Aktivprogramm.
Auf allen Reisen gelten klare Regeln, feste Abläufe und verbindliche Betreuungsstandards. Unsere Teamer gestalten den Tag mit den Jugendlichen und sind jederzeit ansprechbar. Viele von ihnen und unseren Führungskräften betreuen seit Jahren Kinder und Jugendliche bei GO.
Auch auf Partyreisen ist niemand sich selbst überlassen. Unsere Teamer sind den ganzen Abend im Club, auf der Tanzfläche und vor der Tür. Zurück geht es nur mit dem Rückgehdienst zu festen Uhrzeiten.

 Hat GO Jugendreisen ein Schutzkonzept?

Ja, seit 2018 in schriftlicher Form. Wir passen es jedes Jahr an die Erfahrungen aus der Praxis an. Es legt fest, wie wir vorbeugen und wie wir im Ernstfall handeln.
Es beginnt bei der Frage, wer mit Kindern und Jugendlichen arbeiten darf: Wer bei uns arbeitet, legt ein erweitertes Führungszeugnis vor und verpflichtet sich mit einem Ehrenkodex auf unsere Schutzregeln. Neue Teamer besuchen vor ihrem ersten Einsatz in der Regel ein viertägiges Grundlagenseminar. Bei Drogen, Gewalt, Übergriffen oder Alkoholmissbrauch gibt es keine Toleranz, für Gäste wie für Mitarbeitende. Seit Anfang 2026 gibt es im Unternehmen eine eigene Beauftragte für Kinder- und Jugendschutz.
Schutz von Kindern und Jugendlichen ist eine Aufgabe aller, die mit jungen Menschen arbeiten, gewerblich wie gemeinnützig. Wir setzen uns deshalb für verbindliche Schutzkonzepte für alle Anbieter ein.